No More Brand Love. Wieviel Marke wünschen Verbraucher heute noch?
Zielgruppen verschieben sich schneller als viele Markenstrategien. Der Beitrag erläutert, wie Unternehmen veränderte Einstellungen, Mediennutzung und Entscheidungsmuster frühzeitig erkennen.
Im Fokus stehen praxisnahe Ansätze, um Insights in konkrete Maßnahmen zu übersetzen und Kommunikation auf neue Verhaltenskontexte auszurichten.
In den 1970er- und 1980er-Jahren leuchteten Marken wie Fixsterne am Firmament des Alltags: Wer eine Coca-Cola in der Hand hielt, war Teil einer globalen Jugendkultur. Wer Levi’s trug, spürte den Geist von Freiheit, Aufbruch und Popmusik auf seiner Haut. Nike, Marlboro, Persil – sie waren mehr als Produkte, sie waren kulturelle Marker. Marken strukturierten das Leben, schenkten Identität, gaben Orientierung und werteten scheinbar Banales auf. Die heutige Konsumwelt ist fragmentiert, der Feed unendlich, der nächste Rabatt nur einen Klick entfernt. „People don’t give a shit about brands“, urteilte vor wenigen Jahren die Marketing-Legende Marc Ritson lakonisch. Und in der Tat: Jüngere Generationen fühlen sich Marken kaum mehr verpflichtet ...